Cityports
Cityports ist ein Projekt, in dem Städte aus Griechenland, Italien und Österreich untersuchen, wie sie den überbordenden Wirtschaftsverkehr in den Städten in den Griff bekommen können. Besonders Städte mit mittelalterlichem Kern und hohem Tourismusanteil (Busse) haben ein Verkehrsproblem, das zusätzlich durch ordnungswidriges Verhalten der verladenden Wirtschaft und firmeneigenen Fahrzeugen (Halten in zweiter Spur, Verparken der Kreuzungsbereiche, Schutzwege etc.) verschärft wird. Im Rahmen des Projekts wurden logistische Lösungen ausgearbeitet, mit denen eine Abhilfe geschaffen werden soll.

Cityports Graz konzentrierte sich aufgrund des parallel laufenden Trendsetter Projekts, das sich der Problematik Versorgung annimmt, auf die Entsorgung. Es wird also die Sammlung von Abfall (Restmüll und Gewerbemüll) betrachtet. Der Grazer Pilot hat anhand zweier Firmen (Saubermacher und Wirtschaftsbetriebe der Stadt Graz) die Systeme analysiert und zusammen mit den Unternehmen Lösungen erarbeitet.

Darüber hinaus wurden Ansätze entwickelt, das System auf einer übergeordneten Ebene zu optimieren. Leider behindern derzeit politisch-rechtliche Randbedingungen die über die Stadtgrenzen hinausgehende logistische Optimierung.
Die Erfahrung bei vollständig liberalisierten Entsorgungssystemen hat auch gezeigt, dass Ansätze zur Optimierung der Systeme über die Unternehmensgrenzen hinweg notwendig sind, da Entsorgungsfahrzeuge durch die Halte- und Kippzeiten den fließenden Verkehr sowie auch den ÖPNV behindern.